Volle Kostenkontrolle mit Prepaid-Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten sind Kreditkarten, welche ein Überziehen des Kreditkartenkontos unmöglich machen, denn diese Kreditkarten können ausschließlich mit entsprechendem Guthaben auf dem Kreditkartenkonto eingesetzt werden. Somit sind Prepaid-Kreditkarten aufladbare Kreditkarten für jeden Verbraucher. Die sonst übliche Bonitätsprüfung gibt es bei Prepaid-Kreditkarten nicht, so dass auch bei negativen Einträgen bei der Schufa im Regelfall keine Ablehnung nach einem Kreditkartenantrag erfolgt. Die Prepaid-Kreditkarten werden von vielen Banken ausgegeben. Dazu zählen beispielsweise die VISA Prepaid-Kreditkarte oder die MasterCard Prepaid. Die Kosten und Leistungen dieser Kreditkarten sind allerdings je nach ausgebender Bank sehr unterschiedlich. So gibt es beispielsweise die Prepaid Kreditkarte von VISA oder MasterCard mit einer Jahresgebühr von 15 bis 100 Euro. Daneben gibt es allerdings auch Modelle, bei welchen keine Jahresgebühr erhoben wird. Dies ist normalerweise dann der Fall, wenn sich der Kunde gleichzeitig dafür entscheidet, ein Girokonto bei der jeweiligen Bank zu eröffnen. Die Prepaid-Kreditkarte gibt es auf Wunsch dann kostenlos dazu.

Neben den Kosten unterscheiden sich die angebotenen Prepaid-Kreditkarten aber auch in den beinhalteten Leistungen. So gibt es Angebote, bei denen der Karteninhaber die Möglichkeit erhält, bis zu zwölf Mal im Jahr weltweit Bargeld an Automaten abzuheben. Auch Versicherungen, wie die Mietwagenvollkasko-Versicherung oder die Reiserücktrittsversicherung, sind bei einigen Angeboten kostenlos inbegriffen, so dass diese Angebote für Vielreisende attraktiv sind. Dies liegt auch daran, dass insbesondere Prepaid-Kreditkarten als ein besonders sicheres Zahlungsmittel gelten, denn das finanzielle Risiko ist auf die Höhe des Guthabens beschränkt. Von den meisten Kreditkartenanbietern erhält der Kunde allerdings ein eingeschränktes Haftungsrisiko. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass die Haftung für den Karteninhaber auf 50 Euro begrenzt ist, wenn dieser den Verlust oder Diebstahl sofort meldet.

Ferner ermöglichen die Prepaid-Kreditkarten dem Reisenden eine verbesserte Kontrolle des Reisebudgets, denn vor Reiseantritt kann das Kreditkartenkonto mit einem gewünschten Betrag aufgeladen werden, und während der Reise kann der Kreditkarteninhaber auch nur über das zuvor festgelegte Reisebudget verfügen. Bei einigen Anbietern erhält der Kunde auch Prepaid Kreditkarten mit Guthabenverzinsung. Bei der ADAC Clubmobil-Karte erhält der Karteninhaber beispielsweise eine Guthabenverzinsung von bis zu 0,5 Prozent bei einer Jahresgebühr von 19 Euro. Allerdings wird diese Kreditkarte nur an Clubmitglieder vergeben. Bei einigen Banken erhalten die Kunden auch Prepaid-Kreditkarten mit einer deutlich höheren Verzinsung, wie beispielsweise bei der LBB mit bis zu 2,25 Prozent bei einer Kreditkartenjahresgebühr von 39 Euro. Auch die Yuna Card und die Payango Card sind als Prepaid-Kreditkarten mit einer Guthabenverzinsung von bis zu einem Prozent erhältlich. Beide Karten sind Prepaid Kreditkarten von VISA, welche von Yuna Card gegen eine Jahresgebühr von 20 bis 25 Euro erhältlich sind, sowie von Payango Card gegen eine Jahresgebühr von derzeit 60 bis 90 Euro.